Veranstaltungen

Hier finden Sie die aktuellen Veranstaltungen des Vereins für Ostbairische Heimatforschung. Diese finden in der Regel im Hörsaal 1 des Departements für Katholische Theologie (KT) in der Michaeligasse 13 in Passau statt. Parkmöglichkeiten befinden sich im Parkhaus am Römerplatz.

Adalbert Stifter (1805-1868) – Eine Spurensuche

Exkursion

Samstag, 12. Mai 2018, 8:00 bis 19:00 Uhr
Anmeldung erforderlich (0851/509-1940 oder ostbairische-heimatforschung@uni-passau.de)

„Keiner hat den Böhmerwald so eindringlich beschrieben wie Adalbert Stifter. Wer heute dort spazieren geht, findet vieles verändert, und manches, wie es immer war.“ (S. Strauss, FAZ)
Wir nähern uns Stifters Heimat über Österreich: Auf dieser Strecke über Schöneben kommen wir an dem verlassenen Ort Zvonková (Glöcklberg) vorbei. Unsere erste Station ist der Geburtsort Stifters, Horní Planá (Oberplan). Weiter geht es nach Frymbuk (Friedberg), Wohnort seiner großen Liebe Fanny Greipl. Auf dem Heimweg halten wir bei Vítkuv Kámen (Burg Wittinghausen), Stifter hat die Burgruine gemalt und beschreibt den Ort in seiner Erzählung „Hochwald“. Rückkehr um 19.00 Uhr.
Preis inkl. Fahrt/Führungen/Trinkgelder: € 30,00

Komet und Kriegsausbruch

Das Jahr 1618 in der Wahrnehmung österreichischer und ostbairischer Zeitgenossen

Prof. Dr. Martin Hille, Passau

Mittwoch, 16. Mai 2018, 18:30 Uhr
Hörsaal 1 des Departements für Katholische Theologie (KT), Michaeligasse 13

Wenige Monate nach dem Prager Fenstersturz vom 23. Mai 1618, der den Dreißigjährigen Krieg auslöste, tauchten in Mitteleuropa gleich drei Kometen in Serie auf. Am spektakulärsten war der dritte Komet, der Winterkomet, der heller und eindrucksvoller erstrahlte als sämtliche Vorgänger. Das Medienecho war immens, besonders im Dreieck Regensburg-Prag-Linz. Neben dem Begründer der physikalischen Astronomie, Johannes Kepler (1571-1630) aus Linz, meldeten sich auffällig viele politische Stimmen zu Wort. Nicht wenige davon stellten einen nachträglichen Zusammenhang zwischen dem Himmelspektakel und dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges her. Vor diesem Hintergrund geht der Vortrag der Frage nach, warum sich Komet und Kriegsausbruch bereits seit 1620 zu einer kollektiven Reminiszenz verdichteten, respektive wie lange diese in unserem Raum nachwirkte.

Bayerische Verfassung(en) – historisch-politisch betrachtet

Dr. Klaus Rose, Passau

Mittwoch, 6. Juni 2018, 18:30 Uhr
Hörsaal 1 des Departements für Katholische Theologie (KT), Michaeligasse 13

Das Jahr 2018 ist gerade in Bayern überfrachtet mit Erinnerungsdaten. Im Jahr der Landtagswahl blicken wir zurück auf 200 Jahre monarchische Verfassung (26. Mai 1818) und auf 100 Jahre „Freistaat Bayern“, der neuen von Kurt Eisner am 8. November 1918 ausgerufenen Staatsform. Im Mittelpunkt des Vortrags stehen Einordnung und Stellenwert dieser Ereignisse und die Entwicklung zum modernen, demokratischen Bayern. Aufgezeigt wird auch, wie das Erbe von 1818 und 1918 in der heutigen mitunter kontroversen historisch-politischen Diskussion gesehen wird.

Berichte der Seelsorger des Bistums Passau nach Ende des Zweiten Weltkriegs

Vortrag in Zusammenarbeit mit dem Archiv des Bistums Passau

Claudia Schober, Passau

Mittwoch, 20. Juni 2018, 18:30 Uhr
Hörsaal 1 des Departements für Katholische Theologie (KT), Michaeligasse 13

„Das Kriegsgeschehen ging besser vorüber, als wir zu hoffen wagten: Ohne Brand u. ohne Todesfall“, konstatierte ein Passauer Diözesanpriester wenige Wochen nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Ob das auch in den anderen Pfarreien des Bistums so der Fall gewesen ist beziehungsweise was sich dort um den 8. Mai 1945 – dem Tag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht – sowie in den Wochen danach abgespielt hat, darüber geben die aufgrund zweier Aufträge des Bischöflichen Ordinariats angefertigten Berichte der Seelsorger detailliert Aufschluss. Außerdem nehmen sie die zwölf Jahre unter der nationalsozialistischen Herrschaft in den Blick und machen Angaben über lokale Vorkommnisse, nicht zuletzt in Bezug auf Schikanen vonseiten des NS-Regimes gegenüber Geistlichen oder Pfarrangehörigen.
Diese umfangreichen Berichte, welche in der bereits online veröffentlichten Dissertationsschrift im vollen Wortlaut wiedergegeben sind, werden im Vortrag von Claudia Schober näher vorgestellt.

Die Rückkehr der Legion. Römisches Erbe in Oberösterreich

Exkursion zur Oberösterreichischen Landesausstellung Enns · Schlögen · Oberranna

Samstag, 14. Juli 2018, 8:00 bis 18:00 Uhr
Anmeldung erforderlich (0851/509-1940 oder ostbairische-heimatforschung@uni-passau.de)

Lauriacum/Enns war einer der größten und wichtigsten Handels- und Militärstützpunkte an der Nordgrenze des Römischen Reichs. Seine Bedeutung erlangte es durch die Stationierung der 2. Italischen Legion (lat. legio II Italica). Diese errichtete hier gegen Ende des 2. Jahrhundert n. Chr. das einzige Legionslager in der römischen Provinz Noricum. Zur Blütezeit lebten in Lauriacum ca. 25000 Menschen – eine bunte Mischung aus Römern, Einheimischen und Zuwanderern aus allen Teilen des Reichs. Die Oberösterreichische Landesausstellung 2018 lässt Sie interaktiv und mit allen Sinnen am römischen Alltag teilhaben. Sie erfahren, wie der Glaube das Leben geprägt hat, wie die Bevölkerung durch Handwerk und Handel versorgt wurde und welche Rolle Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft gespielt haben.
Ablauf: Abfahrt in Passau: 8.00 Uhr (am Unitorbogen/St. Nikola) – 10.30 Uhr Führung im Museum Lauriacum 12.30 Uhr : Mittagseinkehr im Gasthof/Hotel Zum Goldenen Schiff direkt am Hauptplatz – 14.00 Uhr: Führung in der Basilika St. Laurenz – 15.00 Uhr Abfahrt Richtung Schlögen – 16.00 Uhr Schlögen – Besichtigung der Ausgrabungen / Möglichkeit zur Einkehr – 17.00 Uhr Abfahrt Richtung Passau – 18.00 Uhr Ankunft in Passau
Preis inkl. Fahrt/Führungen/Trinkgelder: € 35,00